Von Lortzing, warmen Socken und fröhlichem Miteinander

Foto: Matthias Dietz
Chorprobenwochenenden inspirieren 🙂
Nun schon zum 3. Mal in unserer Chorgeschichte konnten wir die tolle Kombination aus Freizeit –und Arbeitsklima im perfekten Quartier der Jugendherberge auf Schloss Colditz in räumlicher Verbindung mit den wunderbaren Probenräumen der Landesmusikakademie Sachsen genießen, gleich im Nebengebäude und in Hausschuhen zu erreichen. Dieses gemeinsame Wochenende mit Zeit auf Besinnung und Gemeinsamkeit kam nach einigen überraschenden und schmerzhaften Choraustritten Anfang des Jahres und zum besseren Kennenlernen aller neuen Chormitglieder genau richtig.
Hoch über der Mulde gelegen, empfing sie uns, die fast tausendjährige Burganlage in herrlicher Abendsonne. Schnell waren die sehr locker belegten typischen 6-Bettzimmer mit Doppelstockbetten bezogen und die erste Verpflegung für ausreichend und lecker befunden.
Noch am Freitagabend ging es in eine gemeinsame Probe zur Eingewöhnung und Kennenlernen des akustisch sehr niveauvollen Probenraumes der Landesmusikakademie. Denn hier hört Jeder Jeden und ebenso sich selbst. Das ließ hoffen auf ein intensives musikalisches Miteinander.
Die erste Nacht gehörte dann wohl dem ausführlichen Quasseln zwischen Freunden auf unseren Zimmern.
Weitere Chormitglieder reisten am Samstag an, und es wurde ein sehr intensiver Tag mit Register- und Gesamtproben zu Lortzing, Schubert und Rutter, kleine Überraschungen inklusive, z.B. die professionellen Lockerungsübungen mit Katja, ein zweites Schälchen heißem Kaffee aus der Teeküche oder plötzlich bunte warme Socken auf dem schwarzen Steinway-Flügel, gestrickt und verschenkt von Marion.
Unsere wenigen, aber wertvollen Männerstimmen bekamen einen Extra-Portion Stimmbildung. Die Mädels freuten sich über die positive Energie und gute Laune bei unserem jungen Chorleiter Lukas. Reserven aus „der zweiten Reihe“ wurden mobilisiert. Wir fühlten, dass jede Stimme zählt und sich einordnet für einen guten Gesamtklang. Das intensive Singen und die geduldige konsequente Erarbeitung der anstehenden Musikstücke machte echt Spaß.
In herrlicher Frühlingssonne genossen wir die kleinen Auszeiten rund um die Burganlage. Der zweite Abend stand dann ganz im Zeichen der Chorgemeinschaft.
Bei Wein, Bier, Wasser und Knabberei wurde die Chorarbeit des neuen Vorstandes auf mehrere freiwillige Schultern verteilt, viel miteinander geredet, neue Chormitglieder „ausgefragt“ und geschwelgt in alten Chorgeschichten. Die Letzten im Disco-Raum gaben sich noch einer fröhlichen Abschlussrunde mit dem Spiel HITSTER hin, Musik geht immer!
Die Vormittagsprobe am Sonntag bewies uns, dass wir gut vorangekommen waren. Ein ETRAGROSSER Dank geht an Lukas, der allein mit insgesamt 12 Stunden Probenarbeit ganz schön gefordert war und dem es gelang, uns wieder ordentlich zum Klingen zu bringen.
Zufrieden und beflügelt ging’s in Fahrgemeinschaften nach Hause, die Melodien summselnd im Kopf.
Wir freuen uns nun auf alles, was in diesem Jahr musikalisch noch kommt und bleiben optimistisch auf der Suche nach neuen Sängerinnen und Sängern.
März 2026

